Montag, 24. Mai 2010

Auf Wiedersehen Suedamerika...


Am letzten aller Tage sind wir wieder in Venezuela, im ”Casa de Felizidad” an dem Ort an dem alles angefangen hat… Zugegeben, es ist ein bisschen Zeit vergangen seit wir das letzte mal geschrieben haben, aber von Quito, Ecuador nach La Paz, Kolumbien in drei Wochen hielt uns pausenlos in Atem. In diesen Wochen hat uns ein Zitat des wohl einflussreichsten Schriftstellers des Lateinamerikansichen Kontinents, Jorge Luis Borges, begleitet:

”Könnte ich mein Leben nochmal von vorn beginnen, wuerde ich versuchen, mehr Fehler zu machen. Ich wuerde albern sein, wuerde ganz locker werden, nur noch ganz wenige Dinge ernst nehmen. Ich wuerde entschieden verrueckter sein und weniger korrekt. Ich wuerde mehr Gelegenheiten beim Schopf ergreifen und öfters auf Reisen gehen. Ich wuerde mehr Berge ersteigen, mehr Fluesse durchschwimmen und mehr Sonnenaufgänge auf mich wirken lassen. Ich wuerde mehr echte Probleme und weniger eingebildete Nöte haben. Nun, ich hatte meine verrueckten Augenblicke, aber wenn ich nochmal von vorn anfangen könnte, wuerde ich mehr verrueckte Augenblicke haben. Genau gesagt: einen Augenblick nach dem andern und keine Pläne zehn Jahre voraus.”

Die Worte haben uns beeindruckt und waren eine ordentliche Portion Rueckenwind auf den letzten Tagen. Es wargar nicht so schwer ihnen zu folgen, unserer Reiseroute hingegen wird sicher etwas schwieriger :) Beginnt am besten mit dem Zeigefinger auf dem kleinen Örtchen Banos suedlich von Quito. Dort haben wir uns im Schatten des aktiven Vulkans Tungurahua auf einen spektakulären Ritt auf Motocrossbikes und eine Radtour entlang

der ”Strasse der Wasserfälle” begeben. Leider oder zum Glueck hat uns dabei kein Lavaregen begleitet, sondern lediglich blauer Himmel und Sonnenschein. Beide Aktionen waren adrenalingeladen und atemberaubend schön – gerade deshalb waren wir auch richtig geknickt, als uns am Folgetag die Kamera gestohlen wurde… Heilung brachte der schnelle Ortswechselueber Riobamba nach Cuenca zwar nicht, aber der Abstand machte es etwas einfacher.

Nach diesen zwei relativ unspektakulaeren Stationen liessen wir Ecuador in einer 26 stuendigen Busfahrt hinter uns und steuerten geradewegs nach Peru. InTrujillo waren wir von der längsten linksbrechenden Welle ziemlich beeindruckt, so dass wir anstatt zu Surfen lieber die Ruinen von Chan Chan und den Tempel des Mondes erkundet haben. Hier entdeckten wir neben Altaren fuer Menschenopfer auch unsere Begeisterung fuer die Ureinwohner dieses Kontinents.

Da wir etwas Zeitdruck hatten, liessen wir die Kordilleren rund um Huaraz links liegen und fuhren geradewegs nach Lima. Im vier Monate anhaltenden Kuestennebel fuehlten wir uns zwar nicht wirklich wohl, aber Abhilfe gab es mit dem Nationalgetränk ”Pisco Sour” (Pisco, Zucker, Limettensaft und Eiweiss) und einem Abendessen in Perus bestem Restaurant Astrid y Gaston. Neben den sieben Gängen peruanischen Gaumenschmausses, erfreuten wir uns an der Gesellschaft zweier Däninnen, die wir auf der Stadtbesichtigung kennengelernt hatten.

Der nächste Bus brachte uns von der Kueste ins 3.300 mhoch gelegene Cusco und damit in die Hauptstadt der Inkas. Die unglaubliche Dichte an Ruinen war allgegenwärtig. Besonders beeindruckend und sicherlich herausragendwar dabei die Baukunst. Die fugenlos aufeinander geschichteten Steine waren teilweise meterhoch – seht selbst in der Galerie! Es folgte die wohl grössteSehenswuersigkeit Lateinamerikas: Machu Picchu. Mit dem Zug ging es in das enge Tal und anschliessend ueber 1766 Stufen hinauf… zuerst komplett in Morgennebel eingehuellt , gab sich die Stadt nur langsam preis – als schliesslich auch die beiden markanten Bergspitzen im Hintergrund zu sehen waren, war der Anblick perfekt. Von morgens sechs bis abends um fuenf haben wir jeden einzelnen Stein erkundet und bestaunt. Zu Recht haben wir festgestellt, ist Machu Picchu die Ruine aller Ruinen und eines der neuen sieben Weltwunder!

Nachdem Cusco abgegrast war, konnten wir erstmal keine Ruinen mehr sehen und haben uns in Arequipa an den 6.000er namens Chachani gewagt.

Erschwerte Bedingungen mit viel Schnee und einen Kälteeinbruch machten uns zu schaffen. Hinzu kam bei uns beiden ordentliche Anzeichen der Höhenkrankheit, so dass der Trip fuer uns auf dem 5.950 m hohen ”Fatima” endete. Auch wenn damit die Marke von 6.000 Metern unerreicht blieb, konnten wir gut auf die Gipfel der Alpen herabblicken und sind um die Erfahrung der absoluten Erschöpfung reicher.

Noch einmal tief Luft holen – es folgen die letzten zwei Stationen der Reise :) Mit dem letzten Landeswechsel nach Bolivien erreichten wir auch den Titicacasee. Auf der Isla del Sol entstand einer Sage nach die Kultur der Inkas – fuer uns war dieses Inselchen Ort eines fantastischen Sonnenuntergans, traumhafter Szenerien und einer Wanderung mit tollem Ausblick. Bei einer frischen Forelle war der Moment erreicht, an dem unser Blick ueber den See in die Ferne schweifte und wir ueber die Erfahrungen der letzten drei Monate sinnierten. Im Bus nach La Paz trafen wir auf Alex, Chris und Olivier die sich fest vorgenommen hatten in La Paz mit dem Mountainbike Downhill zu fahren. Wie zu erwarten waren wir einfach zu ueberzeugen und haben uns mit den Jungs aufgemacht. So ging es am ersten Tag die Sehenswuerdigkeiten der Stadt abklappern und tags darauf gleich auf die ”Todesstrasse” – 64 km mit 3345 Höhenmetern, entlang von bis zu 400 m tiefen Abgruenden – alles auf zwei Rädern, abgefahren! Nichtsahnend freuten wir uns auf Tag zwei des Abfahrtstrausches und fanden uns plötzlich in wunderschöner Landschaft auf dem legendären ”Ima Trail” wieder. Auf einem Pfad der selbst fuer Wanderer eine Herausforderung gewesen wäre, stuerzten wir uns auf unseren vollgefederten Zweirädern in die Tiefe. Um ein paar Blessuren kamen wir nicht, aber dieses Opfer zahlte sich in doppelter Menge Adrenalin zurueck. Den wuerdigen Abschluss der Reise haben wir in gemeinsamer Runde die ganze Nacht gefeiert – vermutlich hätten wir gar nicht aufgehört, hätten wir nicht auf den Flieger gemusst :)

Ziemlich geplättet geniessen wir nun die Verschnaufpause in Caracas – wie dem auch sei, das Versprechen zurueckzukehren haben wir uns bereits gegeben – ausserdem wollen wir unsere Spanisch- und Salsakuenste verbessern, zwei unerlässliche Fähigkeiten auf diesem Kontinent :) ...und dem Zitat am Anfang können wir nun eine weitere persönliche Zeile hinzufuegen:

”Wir haben alles richtig gemacht!”

Noch zweimal Schlafen, dann sind wir zurueck – que vaina!

Die letzten Bilder findet ihr hier!

Mittwoch, 28. April 2010

Galápagos



Anfänglich hatten wir etwas Skepsis gegenüber dem Abstecher nach Galápagos, sollte es doch die teuerste Woche der Reise werden. Doch schon nach den ersten Tagen war klar, dass sich die Entscheidung für das kleine Archipel gelohnt hatte. Die Inselgruppe, welche 1535 zum ersten Mal entdeckt wurde und in seiner Vergangenheit Versteck für Piraten, ein Sträflingslager und ein Stützpunkt der Amerikaner im zweiten Weltkrieg war, hat es uns angetan. Zwischendurch hiess das Archipel einmal “Islas Encantadas” die verzauberten Inseln, uns gefiele jedoch “die bezaubernden Inseln” am besten!


Auf einer viertägigen Bootsfahrt mit etlichen Landgängen und Schnorcheltouren haben wir einen tollen Einblick in die Geschichte, Natur und Tierwelt der Inseln bekommen. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und in Ihrer Art unverwechselbar. Doch unsere Aufmerkasamkeit galt hauptsächlich dem Leben auf den Inseln. Eben haben wir die Bilder ausgewählt und waren erstaunt was wir alles gesehen hatten: Riesenschildkröten in deren Panzer wir hineingepasst haben, Iguanas, Robben und Seelöwen – sowohl an Land als auch im Wasser! Bei den Schnorcheltouren sahen wir sogar Meeresschildkröten und Pinguine, letztere sind so schnell, dass der Versuch mit Ihnen zu schwimmen fast schon lächerlich wirkt :) Unvergessen ist vor allem die erste Begegnung mit Haien! Waren wir am ersten Tag bereits vom Boot in die Bucht gesprungen in der die jungen Haie ihre Runden drehten, so waren die White-Tip Reef Sharks, die beim Schnorcheln unter den Felsspalten hervorschwammen deutlich atemberaubender. Was einem die Natur hier zu bieten hatte, war unbeschreiblich.

So haben wir spontan den Flug verschoben und sind drei Tage länger geblieben. In diesen Tagen haben wir uns vier Tauchgänge gegönnt, die unlgaublich waren! Es ist unbeschreiblich inmitten von tausenden Fischen zu schwimmen oder gar mit Hammerhaien zu tauchen. Seht euch die Bilder an – wir wollten es nicht glauben, so schön, so einzigartig, so atemberaubend! Im Moment sind wir noch ein bisschen überflutet von den Eindrücken, aber seht einfach selbst und überlegt euch ob die nächste Reise gen Südamerika gehen sollte :)
Voller Freude grüssen Konrad und Simonio.

Unsere Begeisterung in Bildern findet ihr hier.

Der Basar Südamerikas

Nachdem Quitos Altstadt abgegrast war, sind wir weiter nach Norden gezogen. Über den Äquator ging es nach Otavalo. Die Stadt im Schatten eines weiteren Vulkanes ist berühmt für seinen Markt – so bot er die ideale Möglichkeit Souveniers zu kaufen und ein bisschen heimische Küche zu testen. Das Tagesprogramm war randvoll mit “einkaufen” :) los ging es mit dem Tiermarkt, auf dem wir zwar nette kleine Schweinchen fanden, aber nichts was sich als Mitbringsel eignen würde. Auf dem Markt der “Artesanias” war dafür so viel geboten, dass wir unseren Kaufrausch regelrecht zügeln mussten. Wir haben gefeilscht und gehandelt und haben nun propevolle Rucksäcke auf die sich alle Daheimgebliebenen freuen dürfen.

Als ob das nicht schon genug gewesen wäre ging es tags darauf gleich weiter zum Ledermarkt – ohne in die Details zu gehen… wir sind auch hier fündig geworden. Relativ unspektakulär aber schön waren die letzten zwei Tage in Quito, die wir mit einer Abschiedsfeier für Wölkchen und einem kleinen Tagesausflug genossen haben. Bei der letzten Runde Skat hat uns Wölkchen in die Schranken verwiesen und die Südamerikameisterschaften der Dudes für sich entschieden. Am frühen Mittwochmorgen haben wir uns von unserem “man for hugs & kisses & protection” verabschiedet und wissen mittlerweile, dass er trotz Vulkanausbruch und Abfluggebühr sicher daheim gelandet ist :)

Schön war die Zeit, aber irgendwie viel zu kurz…

Es grüssen die Verbliebenen – Konrad und Simonio.


Bilder der letzten gemeinsamen Tage gibt es hier

Donnerstag, 15. April 2010

Somos Glueckspilze


Wir hatten es vielleicht schon zu Beginn der Reise gehofft…
… dass wir im kristallblaune Wasser plantschen.
… dass wir mit den schoensten Frauen der Welt tanzen.
…dass wir als braungebrannte Sunnyboys zurueckkehren und ein Leben lang von den Erinnerungen schwaermen wuerden. Jetzt sitzen wir in Quito, der Hauptstadt Ecuadors, in einem Internet Café und fragen uns, ob schwaermen vielleicht nicht etwas untertrieben ist. Somos Glueckspilze heisst “Wir sind Gleuckspilze” und warum wir das sind, moechten wir euch von unserem letzten Blogeintrag zu Dritt berichten:


Nach Svens Abschiedsparty folgte Simonios Geburtstag. Der war mit einer fulminanten Party, Acuardiente, naechtlichem Schwimmen, einem Schokokuchen zum Fruehstueck und einer Gitarre als Geschenk der Wahnsinn und einfach nur unvergesslich – vielen Dank an die besten Dudes der Welt! Damit neigte sich aber auch unsere Zeit am karibischen Meer zu Ende und die Glueckspilze nahmen ihren Lauf… Tati, die Bekanntschaft der Bootstour, hatte sich spontan entschlossen uns nach Medellin einzuladen. Eigentlich stand zwar Bogotá auf dem Programm, aber die Chance war einzigartig und das sollte sie auch werden.
Die Tage in Medellin waren anders, als wir jemals gedacht oder erhofft hatten zu reisen. Wir lebten mit der Familie (ihrem Vater) und dem Bruder, der bei praktisch allen Ausfluegen dabei war. Gemeinsam waren wir in der Stadt shoppen und mit Freunden zum Abendessen. Nahmen die neu erbaute Metro, stiegen um in die Seilbahn und waren auf einmal in einem wunderschoenen Naturschutzgebiet am Rande der Stadt. Neben dem Nachtleben haben wir vor allem den Tagesausflug nach Peñon genossen. Peñon ist vergleichbar mit einem gigantischen Hinkelstein von etwa 100 m Hoehe. Rings um den “Berg” erstreckt sich eine gigantische Seenplatte, die kuenstlich angelegt wurde und in den kommenden Jahren sicherlich ein beliebtes Touristendomzil wird. Als beinahe einzige Touristen erfuhren wir bei einer Bootstour ueber die Seen einiges ueber die wunderschoenen Villen, welche von Drogenbossen wie Pablo Escobar erbaut wurden. Als kroenender Abschuss sprangen wir aus 12 m Hoehe von einer Bruecke und liessen uns auf einem Kneeler-Board durchs Wasser ziehen. Zum Dank an diese unvergesslichen Tage und die tolle Gemeinschaft haben wir Gourmets uns an den Herd gestellt und die Kolumbianer mit handgeschabten Spaetzle und Sahnegeschnetzeltem verwoehnt :)



Der Abschied fiel schwer, aber noch waren wir nicht zu Dritt unterwegs. Denn unsere mittlerweile auf den Namen “Kleine” getaufte Fuehrerin begleitete uns auch nach Bogotá. Die Glueckspilze fanden Quartier bei ihrem Cousin David, der sich als Rechtsanwalt ein stattliches Apartment leisten konnte – wir hatten wieder einmal unser eigenes Zimmer… Die Hauptstadt begruesste uns zwar mit ordentlich Regen, aber bot uns etliche weitere Sehenswuerdigkeiten. So erfuhren wir mehr ueber die Geschichte der Drogenbosse Kolumbiens, krochen durch Salzstollen und bestaunten die 34.000 Goldexponate der indigenen Kulturen. Natuerlich untersuchten wir gruendlich, ob man in der Landeshauptstadt des Nachts das Tanzbein schwingen kann – erfolgreich!



Etwas in Zeitnot haben wir uns entschieden 36 Stunden Busfahrt gegen 2 Stunden Flieger einzutauschen und sind vorgestern in Quito gelandet. Unsere Kleine hatten wir mittlerweile ins Herz geschlossen und sie uns – so war der Abschied ruehrend und schwer. Was kann man sich anderes wuneschen, als die Moeglichkeit zu bekommen all das einmal zurueck zu geben, also haben wir Tati gleich nach Deutschland eingeladen.

…und was war in Quito? Nun, die heisse Schokolade ist sensationell hier, genau so wie die Altstadt in der wir Quartier bezogen haben. Das Programm fuer die letzten Tage steht und so haben wir uns heute gleich einmal an die hohen Berge gewagt. Wir koennen mit Stolz sagen, dass wir auf 4.800 m Hoehe waren und einem sprichwoertlich die Puste ausgeht. Hechelnd und gleucklich standen wir auf dem Gipfel und spueren nun, wie uns die Muedigkeit uebermannt. Die naechsten Tage werden ein schoener Abschluss der Dreisamkeit und so werden wir keine Moeglichkeit auslassen weitere Geschichten zu sammeln und zu erleben.

Que jimba parse!
Woelkchen, Konrad und Simonio.

Die Bilder der Glückspilze findet ihr hier.

Samstag, 3. April 2010

Naechster Halt: Kolumbien.

Wir haben es geschafft, fast schon unspektakulaer sind wir durch alle Militaerkontrollen geschluepft und aehnlich reibungslos ueber die Grenze. Das erste befuerchtete Abenteuer blieb folglich aus und so war der Weg frei nach Sant Marta. Allerdings folgte darauf die eher unschoenere Begruessung die wir liebevoll "vom Durchfall geplagt, von der Grippe gejagt" genannt haben. So waren die ersten Tage in Santa Marta vergleichbar mit einem Lazarett erster Klasse - war der eine wieder auf der Hoehe erwischte es den Naechsten... noch etwas angeschlagen und etwas enttaeuscht von der Stadt ging es in den Parque Nacional Tayrona mit dem das Land zum ersten Mal von sich ueberzeugen konnte.. auch wenn die Messlatte mit Los Roques hoch hing, die Straende vor der einzigartigen Kulisse eines Dschungels, bizarre Felsformationen und eine Nacht in der Haengematte machten unseren Besuch zu einem wirklich traumhaften Erlebnis.
Zum Abschied hatten wir alle noch einmal einen schweissgebadetes T-Shirt, weil wir in aller Eile einen Rucksack im Park vergessen hatten. Gluecklicherweise hatten wir einen hilfsbereiten Taxifahrer, der uns geholfen hat - so waren wir mit etwas Verzoegerung wieder in Besitz unseres Hab und Guts. Sichtlich erleichtert nahmen wir den ersten Bus nach Cartagena und wurden von einem weiteren Hoehepunkt empfangen. Die Stadt die mit 1,1 Millionen Einwohnern zu den Groessten des Landes gehoert, beherbergt auch eine Altstadt die Weltkulturerbe ist.Wir sind durch jegliche Gassen geschlendert, haben etliche Bilder geschossen und sind uns einig. Cartagena ist die schoenste Stadt, die wir auf unserer Reise bisher besucht haben. Waehrend der Kolonialzeit ist ein wunderschoenes Zentrum entstanden, mit kleinen Parks die gerade dazu einladen sich ein paar Minuten zu setzen um im Schatten der Palmen das geschaeftige Treiben der kleinen Haendler zu beobachten.
Auch wenn die gestrige Bootstour ein Flop war, so haben wir uns davon nicht einschuechtern lassen und haben die Nacht damit verbracht Svens Abschied zu feiern. Mit zwei Latinas aus Medellin ging es steil in die Clubs wo zu Reggaeton und Salsa die Hueften geschwungen wurden. Die Nacht noch in den Beinen erholt sich die Truppe gerade bei einem Mittagsschlaf, denn heute Nacht will das Tanzbein wieder geschwungen werden. Der Grund? Unser "Kueken" Simonio wird am morgigen Tag die Sonne ein weiteres Mal umrundet haben.
In diesem Sinne verabschieden sich die Dudes fuers erste und gruessen den vierten im Bunde, Sven, der uns nun endgueltig verlassen musste. Wir heben die Glaesser auf die gemeinsame Zeit - schoen wars!

Montag, 22. März 2010

Welcome to Paradise

Kaum den Fängen der Wasserfälle entflohen, sahen wir uns schon wieder im kühlen Nass...
Diesmal hatten wir jedoch den Neopren gegen die bequeme Surfshort eingetauscht und der Wasserfall hatte sich in türkisblaues Meer geglättet. Vom Reiseführer als das Karibik-Domizil Venezuelas angekündigt, erfüllte der süße Archipel namens „Los Roques“ jegliche Vorstellungen. Man sagt nicht umsonst, dass Gott sich am achten Tag hier erholte…


Die weißen Strände verschwammen mit dem kristallklaren Wasser, dem Rauschen des Meeres und den klirrenden Eiswürfeln in unseren Getränken zu einer ansteckenden Gelassenheit, von der wir uns die letzten vier Tage gerne haben infizieren lassen.



Der Trip vereinte Schweden(4) und Finnen(1) mit uns Deutschen(5) sowie Venezuelanern(4) zu einer wirklich starken Truppe. Carlos stellte die Residenz, ein Strandhaus gerade einmal fünf Meter vom Meer entfernt und ermöglichte es uns damit überhaupt erst dort sein zu können. Wieder einmal hatten wir das abartige Glück mit Einheimischen zu Reisen und kamen damit in einen ganz besonderen Genuss… Der Trip verschlang sechs Flaschen Sonnencreme und mindestens doppelt so viele an braungebranntem Rum. Die Frisbee flog stundenlang, wir zauberten Salti in die Luft und tanzten im Anblick des Sonnenunterganges (zu Reggaeton bis tief in die Nacht). Aus dem Mittagsschlaf in der Hängematte weckten süße Gitarrenklänge, so dass auf wirklich kein i-Tüpfelchen verzichtet wurde.


Dennoch sind wir uns einig. Unser Aufenthalt hier in Venezuela neigt sich dem Ende. Immerhin sind wir schon in der vierten Woche angelangt und es dürstet uns danach weiterzuziehen. Deshalb soll es gleich morgen weiter gehen gen Kolumbien. Manchen mag es bei dem Gedanken an dieses Land schaudern, aber hierzulande hört man ständig nur das eine: Kolumbien sei weitaus ungefährlicher als Venezuela! Frohen Mutes und von diesem Gedanken beflügelt recken wir unsere braun gebrannten Arme in die Luft und setzen zum letzten Gruß an. Wir sagen auf Wiedersehen Venezuela, ade Du Land der Schönheitsköniginnen und wunderbarer Erlebnisse.

Bilder von Merida und Los Roques gibt es hier!

Donnerstag, 18. März 2010

Lets get ready...

for some adventures.
Ein wenig erholt beschlossen wir uns nach Merida auf zu machen um dort unserem Adrenalinspiegel durch diverse Funsport Aktivitaeten auf die Spruenge zu helfen =) So sollte der Kurztrip wohl gleich mit der neuen, wohl nicht so spektakulaeren Sportart, Busjumping beginnen. Ziel dabei war es, in einer Nacht und Nebelaktion einen Bus nach Merida zu finden ohne dabei morgens um 5 umsteigen zu muessen. Dazu nur soviel, Uebung macht den Meister ;) Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es in die, landschaftlich mit Roraima nicht annaehernd vergleichbaren, Berge, wo wir bei kalten 18 grad =) in den 37 Grad “thermales calientes“ planschten. Das Quietscheentchen wieder eingepackt brachen wir zur Besichtung des Condorgeheges und den Lagunen auf. Umgeben von Nebelschwaden und fasziniert von der sumpfartigen Vegetation, kam es uns vor, als waeren wir auf einer Zeitreise zu den Schauplaetzen von Herr der Ringe. Es schien allerdings so, als haetten wir den Kampf dort verloren, denn das Canyoning am naechsten Morgen mussten wir mit etwas Kopfschmerzen und einem flauen Ganzkoerpergefuehl angehen. Oder lag dies vielleicht eher an der naechtlichen Partytour mit Freunden von Philip?? =) Doch keine Bange, spaetestens beim Anziehen der Ausruestung und dem Anblick des ersten Wasserfalls, war auch bei dem Letzten das Adrenalin so hoch, dass alles vergessen war. So rutschen wir zwischen Steinen durch, sprangen in schmale, tiefe Gumpen und kletterten reisende Wasserfaelle hinab. Pub-Quizfrage: Adrenalinspiegel trotz oberem Schwellenbereich noch steigerbar? Hilfestellung: Stellt euch vor, ihr steht nur mit einem Seil befestigt auf einem Brueckengelaender, schaut in 60 Meter die Tiefe und wisst, auf DREI gehts los. Antwort duertfe klar sein, nicht?!;) Nicht zu laecheln viel uns nach diesem Sprung echt schwer, Leute einfach ABGEFAHREN!! =) Um nun wieder in Naehe des Ruhepules zu gelangen, machen wir uns jetzt mit 14 Leuten auf nach Los Roques, um dort an weißen Straenden und kristallblauem Wasser ein Cocktail unter Palmen zu genießen. Schließt die Augen und macht euch mit uns den Weg, einen weiteren Traum zu verwirklichen...